Ciudad de las Artes y las Ciencias futuristische Anlage

Ciudad de las Artes y las Ciencias – die futuristische Anlage in Valencia

Die Stadt der Künste und Wissenschaften ist ein bedeutender Orientierungspunkt in Valencia und eines der besten Beispiele moderner europäischer Architektur. Wir werden nie die Nacht im Februar vergessen, als wir alleine mit unserem Fotoapparat und Stativ durch die futuristische Anlage marschierten.

Die Stadt der Künste und Wissenschaften befindet sich am Ende des Parks Turia. Es handelt sich um eine einzigartige Anlage, die den Wissenschaften und der Kultur gewidmet ist, und fünf essenzielle Elemente enthält. Der gesamte Campus wurde von dem berühmten Architekten Santiago Calatrava designt. Nachdem der Bau 1996 begonnen hatte, wurde Ciudad de las Artes y las Ciencias kurz vor der Jahrtausendwende (1998) mit der Eröffnung des IMAX L’Hemisferic teilweise eröffnet. Das letzte Gebäude, indem der Fokus auf Musik und Theater liegt (El Palau de les Arts Reina Sofia), öffnete seine Pforten sieben Jahre später (2005).

Die Anlage besteht außerdem aus:

  • dem Museum der Wissenschaften Principe Felipe
  • L’Umbracle
  • L’Oceanografic
  • El Pont de l’Assut d l’Or
  • L’Agora

Es handelt sich um die mit Abstand wichtigste Touristenattraktion der Stadt und gehört zu den zwölf Schätzen Spaniens.

L’Hemisferic

Dieses rund 13.000 Quadratmeter große Gebäude ist das Zentrum der Stadt der Künste und Wissenschaften; es besitzt ein IMAX-Kino sowie ein Planetarium.

IMAX-Kino L’Hemisferic
Das IMAX-Kino L’Hemisferic

Sein Design ähnelt einem Augenlid, welches sich öffnet, um das Wasser des Beckens aufzunehmen. Dessen ist aus Glas gefertigt, sodass der Eindruck entsteht, dass es sich um ein Auge handelt. Im IMAX könnt ihr euch 45-minütige Dokumentarfilme anschauen. Das Programm beginnt um 11:00 Uhr und der letzte Film läuft um 18:00 Uhr (von Montag bis Donnerstag). Am Wochenende könnt ihr euch die Filme auch etwas später anschauen, bis etwa 19:00 oder 20:00 Uhr. Alle Dokumentarfilme sind in spanischer Sprache, jedoch werden Kopfhörer mit einer englischen Übersetzung angeboten. Der Preis beträgt 8,80 Euro.

El Museo de las Ciencias Principe Felipe

Ein interaktives Museum der Wissenschaften, welches sich auf drei Etagen erstreckt, welche dem Skelett eines Wals ähneln. Das Besondere: In diesem Museum werden Besucher gebeten, alles anzufassen. Es gibt einige permanente Ausstellungen über Wissenschaften, den menschlichen Körper, die Schwerkraft, das Weltall, Supermenschen sowie einige temporäre Ausstellungen.

El Museo de las Ciencias Principe Felipe außen
El Museo de las Ciencias Principe Felipe von außen

Leider gibt es für die Ausstellungen des Museums keine Übersetzungen, sodass ihr eure Zeit eher damit verbringt, mit den verschiedenen Dingen zu spielen. Der Eintritt ist am Wochenende zwischen 10:00 und 18:00 beziehungsweise 19:00 Uhr möglich; zahlen müsst ihr nur acht Euro. Plant zwei bis drei Stunden ein, um das gesamte Museum und alle Attraktionen bewundern zu können.

El Museo de las Ciencias Principe Felipe Desoxyribonukleinsäure

El Museo de las Ciencias Principe Felipe Ausstellung

El Museo de las Ciencias Principe Felipe Darmlänge

L’Umbracle

Eine offene Struktur mit Pflanzensorten aus der ganzen Welt, Skulpturen zeitgenössischer Künstler sowie ein großer Parkplatz – so kann man L’Umbracle beschreiben. Die Pflanzen wurden mit Bedacht ausgewählt, damit sie je nach Jahreszeit ihre Farben wechseln.

L’Umbracle Sitzbänke
Einige Sitzbänke neben L’Umbracle, wo ihr euch ausruhen könnt

In dem Garten findet ihr große und kleine Palmen, Orangenbäume, Sträucher aus der Region Valencia, Lotos, Lavendel, Rosmarin und viele mehr.

L’Oceanografic

L’Oceanografic ist das größte meereskundliche Aquarium Europas. Es erstreckt sich auf einer Fläche von 110.000 Quadratmetern und ist mit 42 Millionen Litern Wasser gefüllt. Die Form des Gebäudes ähnelt einer Wasserlilie und stammt aus der Feder des Architekten Felix Candela. Das im Jahr 2003 eröffnete L’Oceanografic besteht aus mehreren Gebäuden sowie äußeren Bereichen, von denen jedes ein wichtiger Teil des maritimen Ökosystems darstellt. Angefangen bei den warmen Gewässern des mediterranen Mittelmeerraumes bis hin zu Antarctica und den Sümpfen unserer Welt.

L’Oceanografic Eingang
Eingang zu L’Oceanografic

Das Gebiet, welches dem mediterranen Mittelmeerraum gewidmet ist, ist der mit Abstand größte Teil des L’Oceanografic. Hier findet ihr zwei natürliche Lebensräume (die Bermudainseln und die Kanarischen Inseln), die über einen 30 Meter langen Tunnel verbunden sind, welcher euch einen Blick auf die wundersame Unterwasserwelt gewährt.

L’Oceanografic Unterwassertunnel
Der 30 Meter lange Unterwassertunnel in L’Oceanografic

Daneben findet ihr noch ein Delfinarium, wo Besucher einige Male am Tag Shows mit Delfinen finden. Es gibt auch ein Unterwasserrestaurant, das euren Gaumen mit köstlichen Meeresfrüchten verwöht, während ihr von tausenden bunten Fischen umschwärmt werdet.

Delfin Aquarium
Das Delfin-Aquarium offeriert ein besonderes Spektakel

Der Eintrittspreis beträgt 29,10 Euro für den Oceanografic. Ihr könnt Geld sparen, wenn ihr euch ein Kombi-Ticket für Hemisferic, das Museum und Oceanografic für 37,40 Euro kauft; Besitzer der Touristenkarte erhalten zudem noch einen 15-Prozent-Rabatt, sodass sie nur rund 32 Euro zahlen. L’Oceanografic hat von Sonntag bis Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet; samstags habt ihr zwei Stunden länger Zeit, L’Oceanografic zu besuchen. Beginnt euren Besuch nicht zu spät; ihr solltet drei bis vier Stunden einplanen. Das gilt insbesondere, wenn ihr die Delfin-Shows sehen wollt.

L’Oceanografic Flamingos

L’Oceanografic Enten

El Palau de les Arts Reina Sofia

Umgeben von einer grünen Zone, Wasser sowie Wegen, ist dieser Platz der Musik und Bühnenaufführungen gewidmet. Das Schloss der Künste besitzt vier zentrale Säle, die unterschiedlichen Aufführungen zur Verfügung stehen, zum Beispiel Oper, Ballett, Musikkonzerte sowie das Theater von Martín y Soler.

Schloss der Künste Renovierung
Das Schloss der Künste befand sich in Renovierung, als wir Valencia besuchten

Das Schloss verfügt darüber hinaus über eine Ausstattung für didaktische Aktivitäten sowie Aufführungen mit artistischem und kulturellem Fokus. Wir haben uns vorgenommen, bei unserem nächsten Besuch in Valencia ein Theaterstück, die Oper oder ein Musikfestival zu besuchen.

El Pont de l’Assut d l’Or

Eine riesige Brücke, die sich über den Park Turia erstreckt und die sowohl von Fahrzeugen als auch Fußgängern überquert werden kann. Die Brücke wurde zwischen 2004 und 2008 gebaut und im Rahmen des großen Formel-1-Grand-Prix eröffnet. Ihr findet die 125 Meter hohe Brücke zwischen dem Museum der Wissenschaften (Ciudad de las Artes y de las Ciencias) sowie L’Agora.

L’Agora

Das letzte eröffnete Gebäude dieser Anlage ist im Grunde eine überdachte Halle, in der verschiedene Veranstaltungen stattfinden. Die Halle wurde von Anfang an als multifunktional geplant, damit hier Konzerte, Veranstaltungen, Ausstellungen, Kongresse, aber auch sportliche Events veranstaltet werden können. Valencia Open 500, ein bekanntes Tennistournee, findet jedes Jahr in Agora statt; 2010 wurde der Freestyle Burn Spanish Cup hier veranstaltet. Die auf einer metallischen Struktur basierende Halle erstreckt sich auf einer Fläche von 4.811 Quadratmetern und wird von zwei Seen umgeben, welche die Innenfläche komplettieren.

L’Agora Veranstaltungshalle
Die Veranstaltungshalle L’Agora

Wir haben Ciudad de las Artes y las Ciencias (hier klicken, um die offizielle Webseite der futuristischen Anlage in Valencia zu besuchen) an zwei Tagen besucht: Zunächst Hemisferic, das IMAX-Kino sowie das Museum der Wissenschaften; hinzu kam noch die Zeit für Fotos und Mahlzeiten. Am zweiten Tag haben wir von Morgens bis Mittags das Oceanografic besucht.

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