Weihnachten in Köln

Weihnachten in Köln auf eine gemütliche Weise

Hunderte Lichter, unzählige Aromen, die man der Weihnachtszeit zuordnet, viele muntere Menschen, die Geschenke für ihre Liebsten tragen sowie festliche Weihnachtslieder – diese wunderschönen Dinge umgaben uns, als wir eine saubere, einladende Stadt besuchten. Weihnachten in Köln verbrachten wir in harmonischer Ruhe.

Ein neues Jahr, dieselben Feiertage, dieselbe Magie, aber in einer anderen Umgebung. Deians Onkel und Tante wohnen in Rennerod, einer Kleinstadt im Westerwald, Rheinland-Pfalz. Da wir sie seit Jahren nicht mehr gesehen haben, hielten wir es für angebracht, die beiden zu besuchen – insbesondere zur Weihnachtszeit, wenn die deutschen Städte festlich geschmückt sind.

Wir flogen von Timișoara nach Frankfurt Hahn, wo uns Deians Onkel und Tante sehnsüchtig erwarteten. Nach einer kurzen Autofahrt nach Rennerod tranken wir einen wärmenden Glühwein, wir unterhielten uns und begannen, Pläne für die kommenden Tage zu schmieden. Zunächst wollten wir nach Köln fahren. Mit dem Zug erreichten wir den großen, wunderschönen Kölner Hauptbahnhof, neben dem der weltweit bekannte Dom zu finden ist. Zügig suchten wir unser Hotel auf, um unser Gepäck im Zimmer zu verstauen – danach konnte unser Abenteuer beginnen.

Hof CityClass Hotel Caprise Köln
Der Hof, wo ihr CityClass Hotel Caprise in Köln findet

Wir haben bewusst ein Hotel mit einer zentralen Lage gewählt, welches sich in der Nähe aller Weihnachtsmärkte befindet. Es nennt sich CityClass Hotel Caprice am Dom und hat uns aus dem Grund gefallen, weil es trotz seiner zentralen Lage etwas zurückgezogen ist. Man findet das Hotel über eine kleine Seitenstraße und betritt es über einen Hof.

Terrassen Heumarkt Köln

Hier erwartet Besucher eine schöne Atmosphäre, eine ruhige Lage, dennoch aber in unmittelbarer Nähe des Weihnachtsmarktes am Heumarkt sowie dem Rhein. Vom Hauptbahnhof erreicht man das Hotel innerhalb von 15 Minuten zu Fuß; rund um die Schlafgelegenheit findet man zahlreiche Restaurants.

Adresse: Auf dem Rothenberg 7–9, 50667 Köln

Kölner Dom

Der Kölner Dom ist eine katholische Kathedrale und gleichzeitig ein historisches Monument, welches für seine gotische Architektur bekannt ist. Er gehört zu den am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten in Deutschland und hat die größte Fassade aller Kathedralen der Welt; seine Türme ragen stolze 157 Meter in die Höhe.

In 1996 hat UNESCO den Kölner Dom zu seiner Liste der Weltkulturerben hinzugefügt.

Die Kathedrale wurde im Jahr 1882 fertiggestellt, 632 Jahre, nachdem die Bauarbeiten begonnen hatten. Der Innenraum ist genauso eindrucksvoll, wie man beim Anblick des Doms von außen erwartet: Mosaik am Fußboden, Fenster aus dem 19. Jahrhundert sowie hohe Bögen lassen Besucher staunen. Neben dem schönen Altar, den Gemälden und kleinen Kapellen findet ihr hier auch die Reliquienschrein der Drei Könige. Ein weiteres Highlight ist das älteste hölzerne Kruzifix der westlichen Welt.

Kölner Dom außen

Kölner Dom innen

Touristen können theoretisch bis zu Spitze des Turmes steigen. Als wir den Kölner Dom besuchten, war das Wetter alles andere als schön. Deshalb entschieden wir uns dagegen und werden ein anderes Mal den Turm besichtigen. Dennoch waren wir sehr froh darüber, den Chor am 24. Dezember sehen zu können.

Kölner Dom weibliche Statue

Kölner Dom männliche Statue

Zu Fuß durch die Stadt

Die freundlichen Mitarbeiter des Hotels überreichten uns eine Stadtkarte bei unserer Ankunft; hinter dem Kölner Dom befindet sich aber ein Infozentrum für Touristen, falls ihr eine Stadtkarte oder Informationen benötigt.

Malakoffturm Köln
Malakoffturm
Groß St. Martin Kirche Köln
Groß St. Martin Kirche

Schönes Gebäude Dekorationen Köln

In der von uns gewählten Zeitperiode waren alle Museen geschlossen, sodass wir uns mit langen Spaziergängen durch das Stadtzentrum sowie durch die Weihnachtsmärkte zufrieden gaben. Die Weihnachtsmärkte sind in Köln bis zum 23. Dezember geöffnet. In unmittelbarer Nähe unseres Hotels befand sich der Weihnachtsmarkt am Heumarkt, danach einer am Alten Markt sowie neben dem Kölner Dom am Roncalliplatz. Keineswegs weniger interessant sind die Weihnachtsmärkte am Neumarkt und Rudolfplatz; Menschen aller Altersklassen tummeln sich auf den Märkten und atmen die herrlichen Aromen der Weihnachtszeit ein.

Die unserer Meinung nach schönsten Weihnachtsmärkte waren jene am Heumarkt und Alten Markt, weil sie kleiner waren und es weniger Touristen gab. Die Atmosphäre der beiden Weihnachtsmärkte war weihnachtlicher und auch die Menschen schienen gelassener. Nach unserem Besuch der Weihnachtsmärkte schlenderten wir durch die Schildergasse, eine Straße, wo Menschen mit Geschenken auf den Armen die Läden verließen.

Ein weiteres persönliches Highlight war das Gebäude in der Glockengasse Nr. 4711, dem Namensgeber des weltberühmten Eau de Cologne, welches im Jahr 1709 von Giovanni Maria Farina ins Leben gerufen wurde. Der Italiener entwickelte ein Parfüm, welches er Eau de Cologne nannte, weil es ihn an seine Heimatstadt erinnerte. Der beliebteste Duft ist Eau de Cologne no. 4711, welcher seinen Namen von seinem Laden in der Glockengasse erhielt. Entwickelt wurde der Duft im 18. Jahrhundert von Wilhelm Mülhens; er gehört zu den ältesten Parfüms, die bis heute noch produziert werden.

Neben dem genannten Parfüm könnt ihr noch eine große Anzahl verschiedener Düfte in dem Laden Eau de Cologne ausprobieren. Einen Besuch wert ist auch das Museum Farina, welches ihr in der Obenmarspforten Nr. 21 findet und das älteste seiner Art ist. Hier könnt ihr die Geschichte der Parfüms sowie den von Farina verwendeten Aromen entdecken.

Köln besaß ehemals zwölf mittelalteriche Tore. Von denen sind aber nur drei übrig geblieben:

  1. Hahnentor am Rudolfplatz
  2. Eigelsteintorburg am Ebertplatz
  3. Severinstorburg am Chlodwigplatz

Wir besuchten nur das Hahnentor und Eigelsteintor, das Dritte werden wir bei unserem nächsten Besuch besichtigen.

Tor Eigelsteintor Köln
Eigelsteintor

Unser Highlight war der morgendliche Spaziergang entlang der Rheinpromenade, am 24. Dezember. Wir beide waren fast alleine; ab und zu sahen wir einen Jogger, der an uns vorbeilief. Unser Spaziergang führte von der Hohenzollern-Brücke bis hin zur Severin-Brücke, bis der Wind für unseren Geschmack zu kräftig wehte und wir die Promenade verließen. Unser Weg führte am Malakoff-Turm sowie der Kirche Groß St. Martin vorbei, welche uns sehr gefallen hat.

Den restlichen Tag verbrachten wir, indem wir durch die kleinen Straßen der historischen Altstadt schlenderten und die schönen Gebäude begutachteten; einige Menschen eilten zügig durch die Gassen, um das letzte Geschenk zu kaufen.

An einem Tag trugen unsere Füße uns zufällig zum Kölner Zoo, wo wir uns aber gegen den Eintritt entschieden – es begann zu regnen, sodass wir zum Hotel zurückkehrten.

Das köstliche Essen in Köln

In Köln aßen wir, wo wir gerade Lust hatten: an Weihnachtsmärkten, verschiedenen italienischen Restaurants und, was wir besonders empfehlen, im Hard Rock Café sowie XII Apostel.

Hard Rock Café Köln

Das Hard Rock Café war zum damaligen Zeitpunkt komplett gefüllt, sodass wir einen Pager bekamen, der uns über einen freien Platz informieren sollte. In der Zwischenzeit setzten wir uns in ein gegenüberliegendes Café und tranken einen Tee.

Im Hard Rock Café Köln gefiel uns nicht nur die Musik, sondern auch das Essen. Alina entschied sich für einen Caesar-Salat, Deian Macaroni & Cheese. Unsere Blicke schweifte zu den anderen Tischen und wir stellten fest, dass das Essen genauso köstlich aussah. Die Menüauswahl ist begrenzt, jedoch scheint Qualität wichtiger als Quantität zu sein. Dennoch kommt niemand zu kurz: Die Gerichte stammen aus verschiedenen bekannten Küchen der Welt – für jeden ist etwas dabei.

Adresse: Gürzenichstraße 8, 50667 Köln

XII Apostel

Als wir an einem Abend zum Hotel zurückkehrten, besuchten wir XII Apostel. Der Regen hatte uns kräftig durchgenässt und hungrig waren wir ohnehin schon lange. Im Restaurant gab keine Tische, da sie alle reserviert waren, deshalb nahmen wir draußen Platz. Die Infrarotstrahler wärmten unser Gemüt, sodass die kalten Temperaturen uns nichts ausmachten. Alina entschied sich ein weiteres Mal für den Ceasar-Salat, Deian hingegen fand ein Gericht mit Wurst, einer Marmeladensoße sowie roten Pfefferkörnern interessant.

Ich habe das Gericht von Deian auch probiert und kann sagen, dass es sehr lecker war. Die Kombination der Schärfe des Pfeffers mit der Süße der Marmelade war sehr interessant.
Alina

Apostel hat jede Woche ein spezielles, abwechselndes Menü, welches ihr auf deren Webseite findet. Daneben findet ihr immer italienische Spezialitäten.

Adresse: Heumarkt 68-72, 50667 Köln

Am 25. Dezember war der Tag unserer Abfahrt und wir konnten uns glücklich schätzen, dass wir am ersten Weihnachtstag irgendwo essen konnten, als wir vom Hotel Richtung Bahnhof gingen. Wir betraten das einzige geöffnete Restaurant am Heumarkt und setzten uns an einen Tisch. Neben uns saß ein Mann hohen Alters, der eine Zeitung laß und ein üppiges Frühstück genoss. Uns gefall der Herr, der in einem schicken Anzug gekleidet war und, als er uns bemerkte, einige Worte mit Deian wechselte. Da Alina kein Deutsch spricht, lächelte sie verlegen. Später gesellten sich einige Personen hinzu, womöglich Touristen wie wir.

Nachdem wir unseren Körper mit einem großen Frühstück gestärkt hatten, gingen wir zum Kölner Hauptbahnhof. Hin und wieder konnte man einige Personen auf der Straße antreffen; am Bahnhof wuchs die Anzahl der Menschen, die sich wie wir dazu entschieden, an diesem Weihnachtstag morgens früh aufzustehen und durch die Stadt zu schlendern.

Kategorien Deutschland Köln

Wir sind zwei ortsunabhängige Personen, man nennt uns auch digitale Nomaden, die ihr Leben von ganzem Herzen genießen. Uns bereitet es große Freude, die Welt zu bereisen. Auf diesem Blog teilen wir unsere schönsten Momente.

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